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„Aufbruch im Alltag“ ist ein sozialintegratives Angebot für langzeiterwerbslose Menschen. In unserem Angebotsportfolio, das wir nach dem Förderkettenprinzip aufgebaut haben, handelt es sich um ein niedrigschwelliges Angebot für Erwachsene, das als erster Schritt in Richtung Erwerbsleben genutzt wird.
Was bedeutet das konkret? Menschen, die auf freiwilliger Basis entscheiden, daran teilzunehmen, arbeiten in einem unserer acht Arbeitsbereiche mit. Arbeitstage und Uhrzeiten sind frei wählbar und werden an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Oft wird Tagesstruktur erhalten oder zurückerlangt und die Teilnehmenden kommen, z.T. nach langer Zeit wieder in Kontakt mit anderen. Über den Teilnahmezeitraum werden sie in den Arbeitsbereichen qualifiziert, können ihre Belastungsgrenze erproben und ausweiten und sich beruflich orientieren. In sechs Monaten Teilnahmezeitraum, der auf neun verlängert werden kann, geht es auch um individuelle Ziele, wobei die Teilnehmenden von Nina Püschel und Franziska Helmsen pädagogisch unterstützt werden. Die Anliegen sind vielfältig und reichen vom Thema Wohnen, Gesundheit und Geld, über Berufsorientierung, Ehrenamt und (Mini-) Jobsuche bis hin zur Freizeitgestaltung. „Aufbruch im Alltag“ deckt vor allem auch weitere Themen neben der Arbeit ab, sagten die Teilnehmenden 2022, als ein neuer Name für das Angebot gefunden werden sollte. Den jetzigen haben sie sich im wöchentlichen Gruppenangebot gemeinsam überlegt und dem Landkreis Gießen, der die Maßnahme finanziert, vorgeschlagen. „Alltag“ steht für die vielen Dinge, die einen Einfluss darauf haben, ob eine Person aktuell am Erwerbsleben teilnimmt. Um eben diese wird sich während der Teilnahme gekümmert. Es geht um Verbesserung der Lebensbedingungen, um Verstätigung, Anbindung an andere Institutionen, Perspektiventwicklung und um gesellschaftliche Teilhabe. |